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Die Generosa Katakombe an der via Magliana

di Admin

 

Deutsch In den römischen Katakomben wird der, der sie besichtigt, "Archive des Glaubens und Denkmäler der Kirche"  finden. Und die Katakomben sind mit das Großartigste, was Rom seinen Besuchern und Pilgern zu bieten hat.  Ob diese Feststellung die ganze Wirklichkeit trifft, ist schwer zu sagen.

Doch wird die Begegnung mit diesen Tausenden von Erinnerungsstätten sicher auch zu einem Beweggrund, um zu einem größeren und tieferen Glaubensverständnis zu gelangen. Und vielleicht haben sich gerade darum diese so wertvollen, alten Gedenkstätten der christlichen Geschichte Roms erhalten. Im christlichen Altertum haben die Christen ihre Toten in unterirdischen Gängen, den Katakomben von heute, beerdigt. Diese Gräber hatten die Form von Wandnischen, die in den Tuff gehauen wurden, und welche man "loculi" nennt. Nach der Beisetzung der Verstorbenen wurden die Grabstätten entweder mit Ziegeln aus Terracotta oder auch, was seltener war, mit einer Marmorplatte verschlossen.  So ist es auch in den Gallerien der Generosakatakombe geschehen.

Schon das älteste Märtyrerverzeichnis, die sogenannte "Depositio Martyrum" (erhalten im Chronographen von 354) berichtet, daß im Jahre 303 unter der Herrschaft des Kaisers Diokletian zwei Brüder, Simplicius und Faustinus, zusammen mit vielen anderen in Rom den Märtyrertod fanden. Dies geschah im Rahmen einer allgemeinen Verfolgungswelle, die die Christen im zu Ende gehenden Römischen Reich traf. Der Weg ins Martyrium begann zumeist mit Denunziation und wurde Wirklichkeit mit der Anklage der Verantwortlichkeit für Verbrechen. Nach ihrem Märtyrertod wurden die Leiber von Simplicius und Faustinus in den Tiber geworfen, and zwar von einer Steinbrücke; so zumindest berichtet es das Märtyrerverzeichnis ("per pontem qui vocatur Lapideus").

Ihre Leichname wurden von der Flut erfaßt, von ihr bis an den Ort der heutigen Magliana mitgerissen und dort an Land gespült, wo der Tiber ein Knie macht. Die Schwester der beiden Märtyrer, Beatrix, fand an dieser Stelle die sterblichen Überreste ihrer beiden Brüder und bestattete sie in einer Tuffsteinhöhle, die zum Besitz einer römischen Dame namens Generosa gehörte. Diese Höhle befand sich nur wenige Meter unterhalb der Spitze eines Hügels, der als Schiffahrtszeichen diente. In der Folgezeit begannen die Christen dieses Stadtteils, hauptsächlich ärmeren Volksschichten zugehörend, ihre Toten im Umkreis des Grabes der beiden Märtyrer zu bestatten. Dies geschah, um nach dem Tod den beiden Heiligen möglichst nahe zu sein und sie so um ihre Fursprache anzurufen.

Auf  diese Weise entstand ein unterirdischer, in den Tuff gehauener Friedhof, der ungefähr ein Jahrhundert lang benutzt wurde. Im Jahr 382 jedoch ließ Papst Damasus bei der Krypta der beiden Märtyrer ein Oratorium, eine Gebetsstätte errichten, die sich zu einem Heiligtum entwickelte. Dieses Kirchlein bestand bis zur Mitte des 7. Jahrhunderts und wurde von Pilgern besucht, die von Rom hierher kamen, um am Grab dieser römischen Märtyrer zu beten. Im 7. Jahrhundert begann eine Abwanderung der Bevölkerung aus dieser Gegend, die mit einem allgemeinen Einwohnerschwund für ganz Rom einherging. Dieser war einerseits durch die politische Bedeutungslosigkeit Roms in dieser Zeit, andererseits durch Malariaepidemien hervorgerufen, die besonders das römische Umland befallen hatten. Das gewaltsame Einrücken barbarischer Völker kam hinzu.

So ließ Papst Leo II., um die Gebeine der Heiligen vor Schändung zu bewahren, die Gräber von Simplicius und Faustinus öffnen und die Reliquien der beiden Märtyrer in die Kirche Sancta Bibiana, die im Innern der Stadt lag, übertragen. Und so gerieten im Lauf der Geschichte die Generosakatakombe und das Heiligtum aus der Zeit des Papstes Damasus in Vergessenheit. Die gegenwärtigen Ruinen wurden erst in der Mitte des letzten Jahrhunderts während Grabungsarbeiten des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom entdeckt, die unternommen worden waren, um nach einem heidnischen Heiligtum aus dem 1. Jahrhundert n.Chr. auf dem Grundstück der "Fratres Arvales", der Arval-Brüder, zu suchen.

Der Archäologe Giovanni Battista De Rossi legte dann im Jahre 1868 die Reste des Damasus-Oratoriums frei and untersuchte im folgenden systematisch den kleinen unterirdischen Friedhof, der zwar wenige Inschriften, dafür aber einige interessante Gegenstände zu Tage förderte. So ist in der Krypta der heiligen Märtyrer ein schönes Fresko aus dem 6. oder 7. Jahrhundert zu finden, das eine "Coronatio Martyrum", eine Krönung der Märtyrer, darstellt. In der Mitte dieses Freskos befindet sich Christus, umgeben von Simplicius und Faustinus sowie Beatrix und einem vierten Heiligen, von dem die historischen Quellen nichts zu berichten wissen. An der abgebildeten Figur ist die Inschrift "Sanctus Rufinianus" zu entdecken, und der Heilige ist wie ein Soldat gekleidet. Deshalb könnte es sich urn einen Angehörigen der Palatinwache handeln, der für seinen christlichen Glauben den Tod erlitten hat. Dieses Fresko wurde jedoch 1970 stark von Grabräubern beschädigt. Das älteste Fresko des unterirdischen Friedhofs ist jedoch eine heute noch sichtbare Darstellung des Guten Hirten (Bonus Pastor).

Dieses Fresko befindet sich im einzigen Arcosolium der Katakombe, einem Grab in der Form einnes Sonnenbogens. Es wird in die Zeit um 350 datiert. Speziell die Figur des Guten Hirten ist interessant, da sich auf seiner Tunika zwei Sonnenkreuze abgebildet finden. Die Gallerien des Friedhofs dehnen sich in den verschiedenen Richtungen etwa 150 m aus. Hier liegen rund 400 Loculi, die fast alle ohne eine Inschrift sind. Einige in Marmor ausgeführte Loculi sind wegen ihrer Beschriftungen bemerkenswert. Aus ihnen läßt sich der Bau des äußeren Oratoriums bestimmen. Die jahrhundertelang vergessene Generosakatakombe wurde heute neu entdeckt. Der konkrete Wert dieser alten Gedenkstätte ließ in den letzten Jahren die Bevölkerung der Magliana Verbindungen zu der deutschen Stadt Fulda aufnehmen, die von den einstmals hier beigesetzten Heiligen schon im 9. Jahrhundert Reliquien erhalten hatte. Die Heiligen wurden zu Patronen der deutschen Ritterschaft. Und die Lilie, Symbol der ritterlichen Reinheit, schmückt noch heute das Wappen der Stadt Fulda.

 

G  E  B  E  T

Herr Jesus Christus,
schenke uns den gleichen lebendigen Glauben,
der die heiligen Märtyrer Simplicius, Faustinus, Beatrix
und Rufus beseelt und in dein Reich geführt hat. 
Auf ihre Fürsprache erleuchte und stärke auch uns
auf unserem Lebensweg und lasse uns dir gelangen.  Amen    

 

 

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